Die allgemeine Auffassung der Medizin ist, dass Gehirn braucht Zucker. Weil sich dieses Märchen so hartnäckig hält und von Ernährungs- Diätassistenten und Medizinern ihren Patienten auch weiter so vermittelt wird, ist es bis heute so, dass Eltern ihren Kindern eben ein kräftiges, kolenhydratreiches Frühstück geben.
Das Gesundheitsministerium und die gleichen Mediziner jammern dann wieder über das Übergewicht, welches sich durch alle Altersklassen unseres Landes zieht. Unbestreitbar, das Gehirn braucht tatsächlich Zuckermoleküle und es lebt davon. Nicht von der Alternative Fett.
Allerdings sollte man unbedingt wissen, dass das Gehirn nur etwa 100 g Zucker am Tag braucht. Nicht mehr. Dies entspricht 400 Kalorien. Die Empfehlung der DGE sind 60 Prozent Kohlenhydrate, wer sich tatsächlich daran hält, nimmt täglich 1440 Kalorien zu sich. Also viel zu viel fürs Gehirn und leider werden die überflüssigen KH zu Fett umgewandelt. Damit wären wir dann wieder beim Übergewicht der Bevölkerung.
Was passiert, wenn man völlig auf Kohlenhydrate verzichtet- also, wie bei der Stoffwechselkur?
Dann wird der für das Gehirn nötige Zucker in unserer Leber aus Eiweiß hergestellt. Dieser Vorgang nennt sich Glukoneogenese.
Zucker entsteht also aus Eiweiß. Noch besser, nach nur wenigen Tagen ohne Kohlenhydrate, sprich reiner Fettverbrennung, entstehen im Blut sogenannte Ketonkörper. Diese werden jetzt von allen Körperzellen als Energiequelle genutzt- auch vom Gehirn! So kann das Gehirn, bei weiter völligem Verzicht auf Kohlenhydrate, 80 Prozent des Energiebedarfs aus diesen Ketonkörpern decken. Es braucht nun also tatsächlich nur noch 20 g Zucker pro Tag- also fast gar nichts. Diese stellt der Körper ganz einfach aus Eiweiß her.
Bereits nach etwa 3 Tagen ist die Ketolyse im Gehirn erhöht. Die Ketonkörper decken dann bereits 25 Prozent des Energiebedarfs des Gehirns ab. Nach weiteren 5-6 Wochen decken sie bereits die Hälfte usw.
Fazit:
Solange das Gehirn nicht daran gewöhnt ist, braucht es Zucker. Sobald das Gehirn regelmäßig Ketonkörper geliefert bekommt, nimmt es diese auch dankbar an und verwendet immer mehr davon zur Energiegewinnung.
DAS GEHIRN WIRD UNABHÄNGIG VON ZUCKER!
Nicht vergessen, Ketonkörper entstehen aus Fett! Das haben wir ja immer dabei. Somit entsteht in der Regel auch kein Nachmittagstief- unser Gehirn ist rund um die Uhr optimal versorgt!